Wie man mit dem Sparen von Strom bares Geld spart

Die Strompreise zeigen seit Jahren nur in eine Richtung: nach oben! Für die Zukunft prognostizieren Experten aufgrund der Investitionen in erneuerbare Energien weitere Steigerungen. Energiesparen wird damit für Sie immer attraktiver.

Energieeffizienz hat oberste Priorität

Energiesparmaßnahmen werden häufig mit Verzicht auf Lebensqualität gleichgesetzt. Diese Herangehensweise ist aber falsch. Sie müssen keineswegs eine schlechte Beleuchtung in Kauf nehmen oder Unterhaltungsmedien abschaffen. Es geht vielmehr darum, dass Sie Strom effizient einsetzen. Trotz einer zunehmenden Thematisierung gibt es auch heute noch in zahlreichen Haushalten große Einsparpotenziale. Vielleicht haben auch Sie noch Stromfresser in ihren vier Wänden oder verschwenden auf andere Weise Energie. Um dies herauszufinden, empfiehlt sich eine grundlegende Analyse Ihres Stromverbrauchs. Auf folgende Punkte sollten Sie besonders achten.

Einsparpotenziale bei Großgeräten

Das Augenmerk sollten Sie zuerst auf alle elektrischen Großgeräte in Ihrem Haushalt richten, allen voran auf jene, die wie Herd, Waschmaschine und Kühlschrank häufig oder gar stets im Gebrauch sind. Hinsichtlich der Energieeffizienz gab es bei diesen Produkten in den letzten Jahren große technische Fortschritte. Sollten Sie Altgeräte haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese Energiefresser sind. Sie können dies nachprüfen, in dem Sie den Stromverbrauch in der jeweiligen Anleitung nachlesen, zum Teil findet sich die Information auch auf dem Gerät. Alternativ können Sie auch ein sogenanntes Stromprüfgerät zwischenschalten: Dieses zeigt Ihnen den Tagesverbrauch an. Diese Zahlen sollten Sie dann mit neueren Modellen vergleichen, hierzu können Sie beispielsweise Webshops nutzen. Ist der Unterschied groß, lohnt sich eine Neuanschaffung. Häufig ist es so, dass sich die Investition bereits nach einigen Jahren aufgrund der gesparten Energiekosten auszahlt. Diesen Vorgang sollten Sie auch bei allen Geräten der Unterhaltungssparte durchführen, also unter anderem beim Fernsehen, dem Computer oder der Stereo-Anlage. Bei den beiden Erstgenannten ist zum Beispiel festzustellen, dass moderne Flachbildschirme deutlich weniger Strom verbrauchen als Röhrenbildschirme.

Die Beleuchtung: Energiesparlampen bevorzugen

Ein zweiter großer Kostenfaktor im Haushalt ist die Beleuchtung. Nach Schätzungen von Experten macht sie bei einem durchschnittlichen Haushalt rund zehn Prozent des Stromverbrauchs aus, sofern konventionelle Leuchtmittel verwendet werden. Energiesparlampen stellen eine kostengünstige Alternative dar. Den etwas höheren Kosten beim Kauf stehen ein Verbrauch von nur etwa einem Sechstel im Vergleich zu gewöhnlichen Glühbirnen und eine deutlich längere Haltbarkeit gegenüber. Sie sollten sich dabei nicht von weitverbreiteten Vorurteilen über eine mangelnde Lichtqualität von Energiesparlampen irritieren zu lassen. Heutzutage sind diese Produkte technisch so ausgereift, dass kaum mehr Unterschiede zu Glühlampen zu sehen sind.

Stand-by: Stromverbrauch ohne Mehrwert

Die meisten Geräte haben eine Stand-by-Funktion. Diese ist insofern praktisch, da Sie beim Einschalten des Fernsehens zum Beispiel nur die Fernbedienung betätigen müssen und sich so den Gang zum Gerät ersparen. Standby bedeutet aber auch, dass im Ruhezustand viel Energie verbraucht wird. Oftmals merken Sie dies nicht einmal – manche Geräte wie Drucker verbrauchen Strom, obwohl keine brennende LED darauf hinweist. Deswegen sollten solche Geräte grundsätzlich vom Stromkreislauf getrennt werden. Dafür empfiehlt sich ein Mehrfachstecker mit Schalter: So müssen Sie nicht alle Kabel einzeln herausziehen, sondern brauchen nur den Schalter umlegen. Mit diesem kleinen Aufwand können Sie mehr Strom sparen als gemeinhin vermutet: Im Stand-by-Betrieb wird nämlich viel Strom verbraucht, ohne dass Sie dadurch einen entsprechenden Mehrwert haben. Die Strommenge ist zwar in der Regel klein, aber auf das Jahr gerechnet handelt es sich dabei um eine beträchtliche Summe.

Foto: Gunnar Assmy – Fotolia

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