Zu den beliebtesten erneuerbaren Energien gehört die Wasserkraft. Wissenschaftler vermuten, dass Wasserräder schon vor über 3000 existierten. Damals wurden allerdings die Felder damit bewässert. Sie bestanden aus Holz. Das Wasser wurde in vergangenen Zeiten durch eine Holzrinne gepumpt. Das hatte den Vorteil, dass die Felder dort schneller bewässert werden konnten, wo es gebraucht wurde.
Verschiedenen Arten von Wasserwerken
In Russland liegt wohl das größte Wasserwerk, dass eine Leistung von 6 Gigawatt liefert. Zu den einfachsten Arten von Wasserwerken gehört das Laufwasserwerk. Hier wird Gewässer und ein Wasserrad benötigt. Das Laufwasserwerk ist 24 Stunden in Betrieb. Leider kann man die Geschwindigkeit des Rades nicht einstellen. Mit einem Stausee wird das Speicherkraftwerk betrieben. Hier kann der Verbrauch reguliert werden. Es kann zu bestimmten Zeiten viel Energie gewonnen werden. Auch das Wasser kann durch das Stauen reguliert werden. Das Speicherkraftwerk braucht jedoch sehr viel Platz. Eine weitere Möglichkeit ist das Pumpspeicherkraftwerk. Das Kraftwerk besteht aus einem höheren und einem niedriger gelegenen Becken. Es wird durch Turbinen und Generatoren angetrieben, wobei die Turbinen als Pumpen dienen. In Luxemburg gibt es so ein Kraftwerk, das bis zu 1100 Megawatt Strom liefern kann. Aber auch in Deutschland, südöstlich von Freiburg, ist so ein Kraftwerk vorhanden. Die doppelte Kraft des Wassers nutzt das Gezeitenkraftwerk aus. Hier können 140 Megawatt Strom in der Stunde erzeugt werden. Dieses Wasserkraftwerk nutzt die Ebbe und Flut, was heißt, dass das Wasser zweimal durch die Turbinen geleitet wird. Aus einem Stausee besteht das Gletscherkraftwerk. Dieses Kraftwerk nutzt das Schmelzwasser, dass gestaut wird, um die Generatoren in Betrieb zu setzen, die wiederum von Turbinen angetrieben werden. Eine Zukunftsversion wäre noch das Wellenkraftwerk, das für die Energiegewinnung genutzt werden könnte. Diese Nutzung ist allerdings sehr teuer und auch schwierig. Auf sogenannte Plattformen müssten diese Kraftwerke entstehen, die dann voll automatisch funktionieren sollten. Da es die Wellen sind, die in dem Fall die Energie erzeugen, ist es sehr kompliziert, weil die Richtung und Stärke der Wellen sehr unterschiedlich ist.
Allgemeine Vorteile von Wasserkraftwerken
Zunächst einmal gehört die Wasserkraft zu den erneuerbaren Energien. Es werden keine Rohstoffreserven mehr gebraucht. Das Wasser kann immer wieder genutzt werden. Die Energie aus Wasserkraft ist sehr umweltschonend, da keine Abgase produziert werden. So kann die globale Erwärmung aufgehalten werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass Wasserkraftwerke eine sehr lange Laufzeit haben. Sie können über 100 Jahre funktionieren. Es werden keine unnützen Bauarbeiten oder Reparaturen benötigt, was unnötige Kosten vermeiden könnte. Wasserkraft kann im Gegensatz zu der Windenergie gesteuert werden. Es gibt viele Orte wo diese Kraftwerke gebaut werden könnten. Da die Wasserkraftwerke allerdings sehr viel Platz benötigen, gäbe es in größeren Städten weniger Möglichkeiten. Hier könnten kleinere Kraftwerke die Lösung sein.
Urheber: Rafa Rbacz – Fotolia